Neuer 3D-Drucker: Anycubic 4MAX

Wenn man einen 3D Drucker eine Weile hat, bleibt es meist nicht bei einem. So auch bei mir..



Mein erster Drucker war der Geeetech i3 X Pro, mit dem ich nicht so glücklich war. Dieser wurde abgelöst durch einen Anycubic i3 Mega mit dem ich noch immer sehr zufrieden bin. Nun neu hinzu gekommen ist der 4MAX ebenfalls von Anycubic. Dieser kommt als Bausatz mit teilweise vormontierten Teilen an. So ist der X-Schlitten samt Direkt-Extruder vormontiert. Der Aufbau war aufgrund der gut bebilderten, englischen Anleitung sehr einfach. Das Grundgerüst besteht aus einem Rahmen aus Aluprofilen und Kunstoffwinkeln.

Das Grundgerüst des Anycubic 4MAX

Die Aluprofile werden einfach in die Winkel gesteckt und mit Schrauben befestigt.
Anschließend wird die Z-Achse eingebaut, bestehend aus Schrittmotor mit montierter Trapezspindel, Achsen, Endschalter und dem Drucktisch. Für jeden Schritt sind alle Teile aufgezählt und die Beutelchen für die Kleinteile sind beschriftet (z.B. S-1, S-2,…).


Als nächstes folgte die Montage der Y-Achse. Hierfür werden Lager, Abstandshalter sowie Riemenschieben auf die beiden Achsen gefedelt und in die Kunstoffwinkel geschoben. Der Schrittmotor wird an der Seite an einem der Aluprofile befestigt. Eine der beiden Achsen wird mit einem Riemen mit dem Schrittmotor verbunden.
Der nächste Schritt bestand darin die X Achse zu befestigen. Dabei werden wieder 2 Achsen in die Winkel geschoben und dabei durch den X Schlitten und einen Endschalter gezogen. Danach werden noch Riemen für den Schlitten gespannt damit dieser bewegt werden kann.


Nun ging es an die Montage des Netzteils samt Mainboard, des Displays und des Filamentsensors. Das Netzteil wird mithilfe von Winkeln am Rahmen des Druckers befestigt. Das Display wird mit Schrauben an der vorderen Abdeckplatte befestigt, hier wird auch gleich die transparente Klappe angebracht und dem Drucker zu verschließen zu können. An der rechten Platte wird der Filamentsensor angebracht.

Ist das erledigt, folgt die Verkabelung, die Stecker sind alle mit kleinen Klips versehen auf denen aufgedruckt ist an welches Bauteil sie gehören.

Als letzten Schritt des Aufbaus folgt die Montage der Seitenplatten sowie des Deckels und der Bodenplatte. Dabei werden auch noch die restlichen Leitungen mit dem Mainboard verbunden. Hier wurde praktische Stecker verwendet die man einfach festdrehen kann.

Da bei mir die Leitungen nicht in den Aluprofilen bleiben wollten habe ich mir kleine Klebesockel gedruckt und damit die Leitungen befestigt (Link dazu unten).

Klebesockel
USB Leitung mit Klebesockel befestigt

Da es im inneren des Druckers ziemlich düster ist, habe ich gleichen ein paar LED Leisten eingeklebt. Um die USB Leitung und die der LED Leisten sauber aus dem Drucker zu führen habe ich in den hinteren Winkel gebohrt.

Kabeldurchführung

Den letzten Punkt den ich noch ansprechen möchte ist das Leveling, dieses habe ich mit einem Kassenbon und einem fertigen GCode durchgeführt. Der GCode erleichtert das Leveln sehr, da der Tisch runter rutscht sobald der Z Stepper nicht mehr unter Spannung steht (Link zum GCode befindet sich unten).

Da ich sehr gerne über Octoprint drucke habe ich im inneren des Drucker eine Raspberry Pi Kamera angebracht. Hierfür habe ich mir ein Gehäuse samt Befestigung gedruckt und am Aluprofil des Drucker angeschraubt. Da das Flachbandkabel der Kamera viel zu kurz ist, habe ich mir eine 2 Meter Version bei Amazon bestellt.

Links

Klebesockel: Thingiverse
Kamerahalterung: Thingiverse
Anycubic 4MAX Leveling Assistent: Thingiverse
Raspberry Pi Kamera 2m Flachbandkabel: Amazon
LED Leisten: Amazon
Anycubic 4Max: AliExpress

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